SUMM AI Community Stammtisch Vol. 10 – Der Bericht
14 Mai, 2025

Am Dienstag, den 6. Mai 2025, war es wieder so weit: Die SUMM AI Community traf sich zum mittlerweile zehnten digitalen Stammtisch – ein kleines Jubiläum! Im Mittelpunkt stand diesmal das Thema Alt-Texte. Unter dem Titel „SUMM AI Community Stammtisch: Vol. 10: Alt-Texte“ drehte sich alles um Alternativtexte, digitale Barrierefreiheit und Erfahrungen aus der Praxis mit dem Tool von SUMM AI.

Ankommen, Austauschen, Vernetzen

Vanessa Theel, Gründerin und Geschäftsführerin der SUMM AI GmbH, begrüßte die Teilnehmenden wie gewohnt herzlich, diesmal begleitet von einem interaktiven Einstieg via Mentimeter. Die erste Frage: „Wo schaltet ihr euch heute dazu?“ – ließ schnell erkennen, wie vielfältig die SUMM AI Community aufgestellt ist: von kommunalen Verwaltungen bis zur Zivilgesellschaft, aus ganz Deutschland zugeschaltet.

Auch zum Thema Lieblingslektüre wurde sich rege ausgetauscht – von Fantasy bis Fachbuch war alles dabei. Kleine Einblicke wie diese zeigen, wie sehr persönliche Interessen auch unsere Wahrnehmung von Sprache prägen – und wie wertvoll dieser Austausch in einem fachlichen Kontext sein kann.

Alternativtexte: Unsichtbar, aber entscheidend

Inhaltlicher Schwerpunkt des Stammtischs war diesmal eine kompakte Einführung in Alternativtexte – ein zentraler Baustein für digitale Barrierefreiheit, der oft übersehen wird. In der von Friederike Grigoleit, Sprachexpertin im Team von SUMM AI, präsentierten Übersicht wurde schnell klar:

  • Alternativtexte (auch „alt-Texte“) machen Bilder und Grafiken zugänglich für Menschen mit Sehbehinderung, indem sie diese per Screenreader als Text wiedergeben.
  • Sie sind rechtlich vorgeschrieben (z. B. nach BITV) und gleichzeitig nützlich für Suchmaschinen (SEO).
  • Ein guter Alternativtext ist nicht bloß eine Bildbeschreibung, sondern vermittelt relevante Informationen im Kontext der Webseite oder des Dokuments.

Die Präsentation zeigte anhand konkreter Beispiele, worauf es ankommt: kurz und prägnant formulieren, keine Floskeln, klare Funktion der Bilder berücksichtigen – und vor allem: sich an der Zielgruppe orientieren. Besonders für Leichte-Sprache-Bilder gelten dabei zusätzliche Anforderungen, z. B. einfache Wörter, klare Aussagen und Bezug zum Text.

Ein zentrales Thema war die praktische Umsetzung: Wie lassen sich Alternativtexte effizient in Word, PDF oder CMS wie WordPress einfügen? Welche Regeln gelten für dekorative Bilder? Und wie geht man bei rein funktionalen Icons vor? Die Teilnehmenden teilten ihre Erfahrungen, stellten Fragen und diskutierten typische Stolperfallen – etwa die Abgrenzung zwischen inhaltlicher Relevanz und gestalterischer Funktion.

Erfahrungsbericht aus der Monitoring-Stelle UN-BRK

Ein besonders spannender Moment des Stammtischs war der Erfahrungsbericht von Cathrin Kameni, die bei der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention am Deutschen Institut für Menschenrechte tätig ist. Sie gab einen praxisnahen Einblick in die Nutzung von SUMM AI in ihrer Institution.

Cathrin Kameni berichtete, wie das Tool intern eingesetzt wird, um Inhalte in Leichter Sprache zu erstellen – und welche Anforderungen dabei besonders wichtig sind. Sie lobte die einfache Handhabung und die Möglichkeiten zur Individualisierung, etwa durch Glossare oder Infoboxen. Gleichzeitig zeigte sie auf, wie entscheidend barrierefreie Kommunikation gerade in ihrem Umfeld ist: Wenn es um Menschenrechte geht, muss Information für alle verständlich sein – nicht nur juristisch korrekt.

Der Beitrag machte deutlich: Die UN-BRK fordert nicht nur formale Inklusion, sondern echte Teilhabe – und digitale Barrierefreiheit ist dafür eine zentrale Voraussetzung. Tools wie SUMM AI leisten dabei einen konkreten Beitrag.

Bedarf und Nutzen: Kommunale Perspektive

Auch aus der kommunalen Praxis kam ein wichtiger Beitrag von Andreas Preuß, der aus seiner Arbeit in der Stadtverwaltung von Ingolstadt berichtete. Angesichts knapper Mittel und steigender Anforderungen sei es oft eine Herausforderung, barrierefreie Kommunikation ohne externe Übersetzungsbüros umzusetzen. Gerade hier könne SUMM AI unterstützen – vorausgesetzt, die Qualität stimme.

Vanessa Theel ging auf die Fragen konkret ein: SUMM AI arbeitet eng mit Prüfgruppen zusammen und bekommt positive Rückmeldungen von Übersetzungsbüros. Und: Webseitenstatistiken zeigen, dass Leichte-Sprache-Texte auf kommunalen Seiten genauso häufig aufgerufen werden wie Texte in Standardsprache – ein starkes Argument für den tatsächlichen Nutzen.

Ein Screenshot zum Schluss

Zum Abschluss des einstündigen Treffens gab es – wie immer – ein virtuelles Gruppenfoto mit vielen lachenden Gesichtern. Pünktlich um 13 Uhr endete der zehnte Stammtisch mit einem Dank an alle Teilnehmenden und der Vorfreude auf Vol. 11.

Fazit: Barrierefreiheit beginnt im Detail

Der zehnte Community Stammtisch hat erneut gezeigt, wie viel Potenzial in vermeintlichen „Nebensächlichkeiten“ steckt. Alternativtexte sind klein im Umfang, aber groß in ihrer Wirkung – für Inklusion, Sichtbarkeit und digitale Teilhabe. Ebenso wertvoll: die Einblicke aus der Praxis, sei es von einer Monitoring-Stelle oder aus der kommunalen Verwaltung. SUMM AI bleibt dran – mit Ihrer Unterstützung, Ihren Fragen und Ihrem Feedback. Danke an alle, die den Stammtisch lebendig gemacht haben!

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